Das Andenken an die Gebrüder Schnitter in Hohenfels
In der Pfarrkirche von Hohenfels ist im Chor ein origineller Epitaph der Gebrüder Schnitter zu sehen. Dekoriert mit drei Totenköpfen, hinter denen Sicheln auf den Namen anspielen. Es ist nur das Todesjahr 1745 von Dechant Michael Schnitter eindeutig gesichert.
Der Schnitter Brüder waren Drey
Dechant, Beambter, und ein Prey,
Michael, Franz und Georg war ihr Nam,
Zum Himmel werdens seyn beysambt,
Ihr Lohn wird aldorth ewig wären,
Weil Sie gestüfft zu Gottes Ehrn,
Ein Ewigs Licht vor Gott brundt,
Zur Seelen Trost vor Ihre Sundt,
Die drey Herzen auf einem Stein
Unter der Ampel die Zeugen seyn.
Auch wenn die Inschrift auf die Stiftung der Ampel für das Ewige Licht anspielt, so würde ohne die Brüder Schnitter die Kirche sicherlich nicht oder zumindest nicht in dieser Form bestehen. Der Schriftverkehr zwischen Graf Tilly als Inhaber von Hohenfels auf der einen, den Dechant Schnitter und den gräflichen Pfleger Schnitter auf der anderen, hat sich erhalten. In wie weit der dritte Bruder involviert war, kann nicht mehr festgestellt werden. Jedenfalls zeigt der Standort des Epitaph, welch hohe Wertschätzung den Brüdern entgegen gebracht würde. Um das steinerne Andenken an mindestens gleich gestellten Persönlichkeiten zu sehen, muss man heute den Teppich heben.
Naturpark Hirschwald im Oberpfälzer Jura
Am Rande des Naturpark Hirschwald geht der Blick auf dem Foto in Richtung Hohenburg. Der Hirschwald gehört zu den flächenmäßig kleinsten Naturparks in Deutschland. Er wurde erst vor wenigen Jahren etabliert. In Hohenburg ist eine der wenigen Rückzugsgebiete der vom Aussterben bedrohten Fledermausart Große Hufeisennase.
Die Karstquelle im Taubenbacher Tal
im Laufe des Jahres kann man an der Quelle im Taubenbacher Tal wasserführende und trockene Perioden beobachten. Dies liegt daran, dass die Karstwasserspiegelhöhle zwischen 400–410m bei einer Talhöhe von 399–412m schwankt. Das heißt, dass Wasser nur dann an die Oberfläche tritt, wenn der Karstwasserspiegel höher liegt als der Talboden.
Wehrfriedhof und Fluchtturm
Eine Seltenheit in der Oberpfalz ist der erhaltene Fluchtturm des Wehrfriedhofs von Illschwang. Dass es kein “Verteidigungsturm” war erkennt man daran, dass es keinerlei Schießscharten gibt, nur ein kleines Guckloch über dem Tor. Innenseitig ist das erhöhte Einstiegstor zu sehen. Im Notfall flüchtete man mit Vieh und wichtige Gegenstände innerhalb der hohen Friedhofsmauern. Die Menschen versuchte man im Turm in Schutz zu bringen. Wahrscheinlich war die Friedhofsmauer mit einen Wehrgang ausgestattet.
Eine weitere Aussenansicht des Turmes auf Panoramio.
Rosenthal meets Versace
Der Verbindung zwischen diesen beiden Weltmarken widmet sich eine Ausstellung im Schloß Theuern, die noch bis 25. August zu sehen ist. Der Eintritt in die Ausstellung und das Museum mit wirklich sehenswerten Sammlungen beträgt gerade einmal 2 Euro.
Öffnungszeiten
Dienstag bis Samstag 9.00 - 17.00 Uhr
Sonn- und Feiertag 10.00 - 17.00 Uhr
Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern Schloss Theuern
Portnerstraße 1, 92245 Kümmersbruck
Telefon: 09624/832 - Fax: 09624/2498
E-Mail: info@museumtheuern.de
Kalvarienkapelle in Rieden
Die Kapelle geht auf das Jahr 1776, als diese auf Initiative des Schumachermeisters Konrad Schweiger aus Rieden erbaut wurde. Im Jahr 1808, als in Bayern Klöster- und Kirchengut verstaatlicht wurde, demolierte man die Kapelle aus nicht näher bekannten Gründen. 1823 erfolgte der Wiederaufbau in der Gestalt, wie sie sich heute präsentiert.
Impressionen aus dem Vilstal
Heute in Theuern rund um das Polierwerk, einer Aussenanlage des Industriemuseums im Schloß Theuern. Interessant ist das Spannungsfeld zwischen der Vils als alter Transportweg und der Autobahn, die den Fluß in Form der Mühltalbrücke überspannt.
Einblicke in Galerien des Künstlerortes Kallmünz.
Kallmünz in der Nacht
Nicht nur tagsüber, sondern auch nächtens ist Kallmünz einen Ausflug wert. Es ist wirklich eine besondere Stimmung, wenn sich über den uralten Fassaden die Schatten schlängeln. Ein Tagtraum für Fotografen.
Vortrag von Christine Obermeier
Freitag, 08.03.13, 20.00 Uhr
Zum Goldenen Löwen, Kallmünz
Alte Regensburgerstr. 18
Christine Obermeier wird in ihrem Vortrag einen generellen Überblick über das Berufsfeld der Scharfrichter und Abdecker geben, dann auf die lokale Situation in Burglengenfeld und Kallmünz eingehen und folgenden Fragen nachgehen: Seit wann gab es diese Berufe? Wie sah ihr Tätigkeitsfeld aus? Auf welcher Rechtsgrundlage übten sie ihren Beruf aus? Wie sah eine Abdeckerei aus? Wie wurden die Kadaver verwertet? Über die spezielle Bedeutung der Scharfrichter und Abdecker als Volksmediziner hat Christine Obermeier eine Publikation verfasst, die sie abschließend vorstellen wird.
Die Referentin beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Geschichte Böhmens und arbeitet seit 19 Jahren im Bereich der Familiengeschichtsforschung. Beim Quellenstudium zu ihrer eigenen Familiengeschichte stieß sie auf einen „Wasenmeister“ unter ihren Vorfahren. Daher trug sie in der Folgezeit alles Wissenswerte über die Berufe der Abdecker und Scharfrichter zusammen. Denn beide Tätigkeiten wurden oft von der gleichen Person ausgeführt und galten beim übrigen Volk als „unehrenhaft“. Abkömmlinge aus diesen Familien waren allgemein geächtet. Sie konnten nur innerhalb ihres Gewerbes heiraten. Daher rührte auch der alte Spruch: “Henker und Schinder sind Geschwisterkinder”.